Unsere zweite Fußball-Seniorenmannschaft ist heute – am fünftletzten Spieltag – verdient vorzeitig Meister geworden. Mit 13:0 Toren schickte sie Arminia Kapellen II nach Hause, ehe sie nach dem Spiel das Ergebnis aus Herongen erfuhr, dort hatte der SV Herongen III den tabellenzweiten SC Blau-Weiß Auwel-Holt II mit 1:0 die letzten rechnerischen Chancen zur Meisterschaft genommen.

Wir gratulieren der Mannschaft um Trainer Guido Endress recht herzlich zum Aufstieg und freuen uns auf spannende Spiele in kommenden Saison in der Kreisliga B.

Jetzt muss die Basis mit ins Boot

VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 27.03.2012

Fußball (RP). Der Fußball-Verband Niederrhein hat lange auf stur geschaltet. Er hat über Monate versucht, seine Reformpläne auf Teufel komm raus durchzupeitschen. Jetzt hat er doch auf die kritischen Stimmen der Basis gehört, die er beim Reformwerk stets vor vollendete Tatsachen gestellt hatte. Das Präsidium des FVN entschied, den außerordentlichen Verbandstag Ende April, zu dem die Einladungen schon einige Zeit raus sind, abzusagen. Denn mittlerweile ist selbst bei den Hardlinern der Groschen gefallen.

Die Chancen, beim Verbandstag die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit für die geplante Strukturreform mit einer Reduzierung der Fußball-Kreise von 14 auf acht zu erhalten, waren gleich Null. Deshalb war es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Um dem Präsidium die Blamage einer Abstimmungsniederlage zu ersparen. Um nicht eine Menge Geld für einen Verbandstag aus dem Fenster zu werfen, dessen Ergebnis schon feststeht.

Der Verband Niederrhein hat sich selbst in den Schlamassel hineingeritten. Er hat es nie verstanden, schlüssig zu argumentieren, warum eine Reduzierung auf acht Kreise unbedingt notwendig ist. Er hat nie versucht, die Basis mit ins Boot zu nehmen, sondern stets nach der Methode gehandelt: Friss oder stirb. Das ist kein Fundament, auf dem etwas aufgebaut werden kann.

Jetzt soll ein neuer Versuch gestartet werden, eine Reform zu erarbeiten. Die ist zweifelsohne notwendig. Das streiten auch die Kritiker der bisherigen Pläne nicht ab. Wenn der Verband aus den Fehlern der vergangenen Monate gelernt hat, stehen die Chancen sicherlich gut, das Werk doch zu vollenden. Die Voraussetzung ist, dass die Basis diesmal von Beginn an beim Thema mit am Tisch sitzt. Und man nicht erst dann auf sie hört, wenn das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist.

Verband legt Reform zunächst auf Eis

RP-online - VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 27.03.2012

Fußball (RP). Der Fußball-Verband Niederrhein (FVN) zog – wie berichtet – die Reißleine. FVN-Präsident Walter Hützen sagte in einem Schreiben an die Vorsitzenden der 14 Fußball-Kreise den außerordentlichen Verbandstag ab, zu dem bereits eingeladen worden war. 
 Foto: RPO
Bei dem am Samstag, 28. April, in der Sportschule Wedau geplanten Treffen sollte über die heftig umstrittene Strukturreform, die eine Reduzierung der Kreise von 14 auf acht vorsah, abgestimmt werden. Das Thema liegt jetzt erst einmal auf Eis. Das wurde bei einer Sitzung des Präsidiums beschlossen. Der Verband sorgt damit dafür, dass ihm eine Abstimmungsniederlage erspart bleibt.

Denn schon seit einiger Zeit ist klar, dass die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit für die Reform nicht steht. Die Kreise Rees-Bocholt, Kleve-Geldern, Duisburg-Mülheim-Dinslaken und Solingen haben im November bei einer Beiratssitzung gegen das Vorhaben gestimmt. Sie verfügen bei einem Verbandstag über 57 Delegiertenstimmen. Es dürfte laut Satzung aber nur 54 Gegenstimmen geben, um die Reform durchzudrücken. Das Präsidium zog die Konsequenzen daraus, dass die vier Kreise bei ihrer Ablehnung geblieben sind. Jetzt soll ein neues Konzept erarbeitet werden.

Dass das Projekt scheiterte, hat vor allem zwei Gründe. Erstens: Viele Vereine ärgerten sich, dass sie vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Die Reformpläne wurden von einem sogenannten Lenkungsausschuss, dem keine Vertreter der Kreise angehören, ausgearbeitet. Zweitens: Der Verband hielt trotz aller Kritik daran fest, die Zahl der Kreise auf acht zu verringern. Das hätte bedeutet, dass der neue Kreis Rees-Bocholt und die zusammengelegten Kreise Kleve-Geldern und Moers mehr als die Hälfte des Verbandsgebiets ausgemacht hätten.

"Wir hätten bei einer Abstimmungsniederlage beim Verbandstag keine Möglichkeit mehr gehabt, das Thema fortzusetzen. Jetzt ist die Chance für einen Neuanfang nicht verbaut", sagte Wolfgang Jades, Fußball-Obmann des Verbandes Niederrhein, auf Anfrage. Verbands-Präsident Walter Hützen erklärte in seinem Schreiben an die Vorsitzenden der Fußball-Kreise: "Es ist zu erkennen, dass die Vereine und Kreise auf dem Weg in neue Strukturen noch mehr mitgenommen werden sollen". Die Einsicht kam spät.

Artikel aus der Rheinischen Post vom 24.03.2012

(zum Lesen anklicken)

Rheinische Post vom 24.03.2012


Quelle: fvn.de

Verbandsstrukturreform verschoben - Vorschlag mit breiterer Zusstimmung soll gefunden werden

Außerordentlicher Verbandstag am 28.4. wird nicht durchgeführt

Logo: Fußball Verband Niederrhein

In einem Schreiben an die Vorsitzenden der Fußballkreise hat der FVN am Freitagnachmittag bekannt gegeben, den Verbandstag am 28.April nicht stattfinden zu lassen. Stattdessen nimmt man einen weiteren Anlauf, um eine Form der Strukturreform zu finden, die auf breitere Unterstützung im gesamten Verbandsgebiet trifft.

Im Schreiben an die Vorsitzenden der Kreise, betont FVN-Präsident Walter Hützen: "Die Mitglieder des Präsidiums haben dabei noch einmal einstimmig festgestellt, dass eine Strukturreform des Verbandsgebietes unerlässlich ist." Gleichzeitig sehen Hützen und seine Kollegin und Kollegen im Verbandspräsidium jedoch, dass ein solch entscheidender Umbruch im Verband eine breitere Unterstützung benötigt, als sie derzeit zu erwarten wäre. Insofern entschied man sich in der Präsidiumssitzung vom 23.3. einen neuen Weg zu suchen, der von der gesamten Basis getragen werden kann.

Dazu schreibt das Präsidium: "Mit der Reform soll die Leistungsfähigkeit unserer Vereine und Kreise gestärkt werden. Dazu soll der Spielbetrieb auf allen Ebenen so neu geordnet werden, dass damit die Qualität innerhalb des Verbandes und im Wettbewerb mit den anderen Landesverbänden innerhalb des DFB gesteigert werden kann. Dabei ist auch die demografische Entwicklung angemessen zu berücksichtigen.

Aus den bereits durchgeführten außerordentlichen Kreistagen und sonstigen Rückmeldungen aus Kreisen, die keine Kreistage anberaumt haben, den zahlreichen Diskussionen und Gesprächen hat sich eindeutig gezeigt, dass von allen Seiten die Notwendigkeit einer Strukturreform nicht bestritten wird. Gleichzeitig ist auch zu erkennen, dass Vereine und Kreise auf dem Weg in neue Strukturen noch mehr mitgenommen werden wollen. Deswegen muss der Dialog mit allen im gemeinsamen Interesse fortgeführt werden.

Aus diesen Gründen hat sich das Präsidium entschlossen, den außerordentlichen Verbandstag am28.04. 2012 nicht durchzuführen. Gemeinsam werden wir über das weitere Procedere in der nächsten Beiratssitzung am 02.04.2012 beraten.

Wir sind davon überzeugt, dass letztendlich das gemeinsame Ziel, den Verband nachhaltig und zukunftsorientiert aufzustellen, erreicht werden kann."

Am Motag, 05.03.2012 fand in Kleve-Kellen ein außerordentlicher Kreistag zur geplanten Verbandsstrukturreform des FVN statt, über die am außerordentlichen Verbandstag des FVN am 28. April in Duisburg abgestimmt werden soll.

Infos und Pressestimmen zu diesem Thema:

Quelle: RP-online; Beim außerordentlichen Kreistag des Fußballkreises 8 Kleve-Geldern stießen die Reformpläne des Fußballverbandes Niederrhein auf wenig Gegenliebe. Foto: Stade

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