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Historie unseres Sportvereins

Auszüge aus der Festschrift zum 50jährigen Bestehen 1949-1999 von Jan Opgenoorth


Nachkriegsjahre


„Der zweite Weltkrieg lag vier Jahre hinter uns..." Damals herrschte Mangel auf allen Gebieten. Die Gedanken und die Energie eines jeden einzelnen waren darauf gerichtet, das Allernotwendigste für das tägliche Leben herbeizuschaffen oder zu erhalten: Nahrung, Kleidung, Wohnung.

Viele Städte waren zerbombt, die Industriegebiete waren zerstört, die Landwirtschaft lag danieder, Vertriebene aus den Ostgebieten zogen zu Tausenden in unser Land, um hier eine neue Heimat zu finden.


Aber trotz der Trostlosigkeit konnte man aufatmen. Der Krieg war aus, die Diktatur weggefegt, ein neuer Anfang konnte gemacht werden.

Und als am 26. Juni 1948 die Währungsreform vorbei war, als die Deutsche Mark Wert hatte, da lagen auf einmal über Nacht wieder alle Geschäfte voll netter und guter Sachen. Mit einem Mal hatte all'die Trostlosigkeit ein Ende."


So erinnerte sich Gerhard Koenen in der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum an die ersten schlimmen Nachkriegsjahre, an deren Ende die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden gegründet wurde.


Pläne und Beratungen


Unseres Wissens trugen sich bereits vor dem Kriege einige Twistedener und Kleinkevelaerer mit dem Gedanken, einen Sportverein zu gründen; denn nur so ist zu erklären, dass nach dem Inferno des II. Weltkrieges die Zeit reif war zu Gründung eines Sportvereins.


„Immer mehr wurde von einer Vereinsgründung gesprochen, immer neue Interessenten meldeten sich. In kleinen Gruppen hielt man auch schon Versammlungen ab und besprach Einzelheiten, aber etwas Endgültiges kam noch nicht zustande. - Das war für den Pfarrer des Dorfes, Pastor August Hegenkötter und den Schulleiter Gerhard Koenen der Augenblick, um helfend einzugreifen.


1949, Gründungsversammlung


Am 10. April 1949 fand auf Einladung des Pastors in der Gastwirtschaft Heuvens (gegenüber der alten Kirche, Anm. d. Verf.) eine Versammlung statt, zu der alle Jungmänner der Kirchengemeinde geladen waren, mit dem Ziel, einen Sportverein zu gründen. Die Versammlung wurde von Herrn Gerhard Koenen geleitet... Man beschloss an diesem Abend, den Verein unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft Schwarz-Weiß Twisteden zu gründen." (aus der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum)


Namengebung


DJK war für Gerhard Koenen und August Hegenkötter nicht nur ein Name, sondern war für sie als Kenner der katholischen Jugendbewegung das Programm einer Jugendpflege, die die Jugend besonders nach den fürchterlichen Irrungen der vergangenen Schreckensjahre der Herrschaft der menschenverachtenden Nationalsozialisten zukünftig auf dem „rechten Weg" begleiten und halten würde, einer Jugendpflege, die sich zum Ziel gesetzt hatte, sich um das Wohlergehen des ganzen Menschen zu sorgen, d. h. : ihm zu helfen, sich seelisch-geistig und körperlich zu ertüchtigen.


Im Wissen darum, dass „die DJK mehr ist als Sport", indem sie sich in besonderem Maße der christlichen Soziallehre verbunden weiß, wünschten August Hegenkötter und Gerhard Koenen eben diese Namensgebung für den Twistedener Sportverein, und die Mitglieder der Gründungsversammlung kamen diesem Wunsche nach.


Die greulichen Erlebnisse Gerhard Koenens als Soldat im Krieg, seine schwere Verwundung dort und der Umstand, dass er „in jungen Jahren" in der damaligen DJK „Roland" Kevelaer Sport getrieben hatte, mögen mit Sicherheit zusätzliche Beweggründe für die von ihm vorgeschlagene und von der Versammlung akzeptierte Namengebung gewesen sein.


1. Generalversammlung


Nun war der Verein zwar gegründet, aber bis zur Erlaubnis, die Vereinsarbeit aufzunehmen, vergingen noch zwei Monate. Am 09. Juni 1949 fand wiederum im Lokale Heuvens die erste Generalversammlung statt, nachdem die britische Militärregierung als westdeutsche Besatzungsmacht und die von ihr kontrollierte Kreisverwaltung in Geldern den Gründungsbeschluss genehmigt, die überörtlichen Sportfachverbände und nicht zuletzt der DJK-Diözesanverband Münster den Verein als ihr Mitglied aufgenommen hatten.


In dieser Versammlung wurde folgender (erweiterter) Vorstand gewählt.

  • Vorsitzender: Gerhard Koenen
  • Präses als geistlicher Beirat: Pastor August Hegenkötter
  • Stellv. Vorsitzender: Hans Holla
  • Kassierer: Heinrich van de Braak
  • Schriftführer: Bernd Böhner
  • Jugendobmann: Karl Tillmanns
  • Schülerobmann: Gerhard Koenen
  • Spielausschuss: Theodor Heuvens,
  • Obmann: Heinrich Cox
  • Beisitzer: Die Spielführer der I. und II. Mannschaft
  • Zeug- und Platzwart: Heinrich Aengeneyndt

In den ersten Jahren ihres Bestehens war die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden ein „reiner" Fußballverein.



Einstieg ins Wettkampfgeschehen


Zu den im September 1949 beginnenden Meisterschaftsspielen in der untersten Kreisklasse wurden dem Fußballkreis 8-Kleve/ Geldern eine Seniorenmannschaft, eine Jugend- und eine Schülermannschaft gemeldet.


Die Mannschaften trugen schwarze Trikots - Kragen und Armstulpen waren weiß -, weiße Hosen und schwarz-weiße Stutzen.


Eine Viehweide von Aengeneyndt in Kleinkevelaer, am südlichen Ortsrand der Gemeinde Twisteden, wurde gepachtet und zum Sportplatz hergerichtet. Gelegenheit zum Umkleiden hatten die Spieler im Haus oder im Kuhstall bei Aengeneyndt; eine Waschgelegenheit gab es nicht.

Die Gastwirtschaft Anton Cox war das Vereinslokal.

Den ersten Spielball stiftete der Pastor August Hegenkötter.


„Feuertaufe"


Am Sonntag, dem 25.09.1949, bestritt die I. Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" ihr erstes Meisterschaftsspiel gegen die I. Mannschaft der Union Wetten!

Am folgenden Morgen berichtete die Rheinische Post unter der Überschrift „Twisteden schlägt Wetten": „Der erste Knall in der zweiten Kreisklasse! Twisteden, der Neuling, schlägt Union Wetten! Erst hatten die Gastgeber wenig zu bestellen und Wetten erspielte bis zur Halbzeit einen 2:0 Vorsprung. Als dann aber die Gäste glaubten, den Sieg sicher zu haben, drehte Twisteden auf und konnte nicht nur gleichziehen, sondern schoss auch noch das Siegtor."


Widrigkeiten


Mit manchen Widrigkeiten hatte die Twistedener DJK zu kämpfen, besonders damals, als sie noch in ihren Kinderschuhen steckte. Beispielhaft wird an dieser Stelle der von Gerhard Koenen in der Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum aufgezeichnete Erlebnisbericht wiedergegeben:


„Folgendes Erlebnis sei hier berichtet, das sich sozusagen am Rande des Geschehens abspielte. Vorsitzender und Schriftführer hatten die Pässe für die spielenden Mannschaften ausgefüllt und mit Bildern versehen. Dabei waren auch einige Pässe von Spielern, die bisher in Kevelaerer Vereinen tätig waren und umgemeldet werden mussten. Das geschah bereits in der Geschäftsstelle des WFV (Westdeutscher Fußballverband) in Duisburg. Die Post lief langsam, und darum wollte die Vereinsspitze hinfahren, um so die Sache schneller zu bewerkstelligen. Da die Reise mit dem Zug auch mindestens 24 Stunden gedauert hätte, liehen die beiden sich bei einem Fußballfreund ein Motorrad , eine schwere 350er Wanderer aus der Vorkriegszeit. Der stolze Besitzer hieß Peter Heuvens.

Frühmorgens um 7.00 Uhr ging die Fahrt ab nach Duisburg, Böhner, der Rennfahrer, am Lenker. Rheinbrücken gab es damals in Duisburg noch nicht, so musste man mit der Fähre bei Orsoy übersetzen.

Die Hinfahrt und die Arbeit beim WFV in Duisburg verliefen glatt; dennoch wurde es dunkel, bis alles erledigt war. Auf der Rückfahrt kamen die beiden gut bis Sevelen. Da platzte der etwas dünn besohlte Hinterreifen der schweren Maschine, und die beiden mussten die restlichen 15 km bis nach Twisteden schieben.

Nachts um 2.00 Uhr kamen sie bitterböse in Twisteden an, aber sie hatten eine gute sportliche Leistung vollbracht. Die Pässe waren rechtzeitig zur Stelle."


Neuer Sportplatz

 

Der Sportplatz auf Aengeneyndts Kuhweide wurde schon bei seiner Abnahme durch den TKO (Technischer Kreisobmann) des Fußballkreises 8 wegen mancher Unzulänglichkeiten bemängelt, und deshalb beschloss der Rat der Gemeinde Twisteden, dem Antrag des Sportvereins stattzugeben, nämlich in die Planung der heutigen Quirinusstraße und des heutigen Hartjesweges zur Erschließung eines „Siedlungsgebietes" einen neuen Sportplatz mit einzubeziehen.

Im April 1950 begannen die Vereinsmitglieder mit den notwendigen Arbeiten, und ab der Saison 1951/ 52 konnte der neue Platz an der Quirinusstraße und am Hartjesweg bespielt werden.

Zehn Jahre später, 1962, wurde das Umkleidehaus mit den nötigen Wasser- und Elektroinstallationen fertiggestellt.


Komplette Mannschaftsstruktur


Erstmals in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte konnte die DJK „Schwarz-Weiß" ab dem Jahre 1958 außer zwei Seniorenmannschaften auch je eine Mannschaft der einzelnen Altersklassen im Fußball-Jugendbereich zu den Punktspielen melden.


Meisterschaft


Nachdem die I. Seniorenmannschaft im Jahre 1958 als Gruppensieger in die I. Kreisklasse aufsteigen konnte, war unser Verein in dieser Spielklasse, der jetzigen Kreisliga A, mit einer Unterbrechung 1964/ 65 bis zu seinem 25jährigen Jubiläum vertreten.


Altherren


Im Jahre 1966 gesellte sich zu den Senioren- und Jugendmannschaften eine Altherren-Mannschaft. Seit dieser Zeit ist die Altherren-Mannschaft fester Bestandteil des Sportgeschehens geworden. - Neun Jahre später, im Jahre 1975, wurde die damalige Altherren-Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden Diözesan-Pokalsieger!


Turnhalle - neue Möglichkeiten


Mit dem Bau der Turnhalle und deren Fertigstellung im Jahr 1969 konnte der Verein außer Fußball und Tischtennis, das bereits seit 1967 wettkampfmäßig betrieben wurde, Turnen und Gymnastik anbieten.

Die zunächst für Damen und später, in den ersten 70er Jahren, auch für Kinder eingerichteten Übungsstunden fanden einen unerwartet großen Zuspruch, und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert.

Das erste Vereinsmitglied war Berti Opgenoorth, die im Jahre 1972 nach einem zehntägigen Intensivlehrgang in der DJK-Sportschule in Münster die Übungsleiter-Lizenz erwarb. Im Laufe der Zeit taten es ihr so viele aktive Vereinsmitglieder gleich, dass die DJK „Schwarz-Weiß" bis heute alle ihre sportlichen Angebote mit eigenen Übungsleiterinnen und -leitern durchführen konnte!


So bereicherten ab diesem Jahre die Gruppen „Kinderturnen" und „Mutter- und Kind-Turnen" das bereits bestehende sportliche Angebot, ein Riesenerfolg für die DJK und eine Bereicherung für das Dorfleben insgesamt.


Neben den Damen- und Jugendgruppen aller Altersstufen, deren Schwerpunkt mehr „Spiel und Gymnastik" ist, etablierte sich auch schon in der ersten Hälfte der 70er Jahre die „Leistungsgruppe - Turnen", die an manchen Wettkampfveranstaltungen bis hin zu den Turngaumeisterschaften teilnahm und beachtliche Erfolge erzielte.


.......





Abschied


Am 16. November 1974 fand im Saale Peters-Puyn die letzte Generalversammlung statt, die Gerhard Koenen, seit der Gründung 1949 ununterbrochen Vorsitzender der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden, leitete, in der er unter anderem die Mitglieder anlässlich weniger negativer Beispiele ermahnte, für alle Zukunft wenigstens das Maß an Disziplin, an Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl aufzubringen, wie es in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren des Vereinslebens immer vorhanden war; ein gutes Klima in einem für Twistedener Verhältnisse großen Verein hätte auch Auswirkungen auf die ganze Gemeinde.


Zum Jubiläum im Juni 1974 merkte Gerhard Koenen an: „ Wir haben uns bemüht, in der Festschrift und durch unsere Veranstaltungen den Sportverein und damit den Sport darzustellen als ein Angebot für die Menschen der Gemeinde Twisteden, das ihnen, wenn sie davon Gebrauch machen, die Möglichkeit gibt, sich vor allem körperlich zu ertüchtigen und mit Gleichgesinnten Geselligkeit zu pflegen; ohne beides kommt der Mensch nicht aus!"


Im Protokoll der Generalversammlung vom 16. November 1974 heißt es zu Punkt 5 der Tagesordnung „Entlastung und Rücktritt des Vorstandes":

„ Der Vorsitzende (Gerhard Koenen) bat um Vorschläge für die Wahl des Versammlungsleiters ...Gewählt wurde Heinz Verrieth... Er nahm die Wahl an...Unter seiner Regie erteilte die Versammlung dem Vorstand Entlastung. - Der Vorstand trat zurück. Gerhard Koenen dankte allen, die mit ihm in den verflossenen 25 Jahren zusammengearbeitet hatten zum Wohle des Vereins und zum Wohle der Gemeinde Twisteden. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl, nachdem er nun 25 Jahre lang den Vorsitz in der DJK „Schwarz-Weiß" innegehabt hatte. - Heinz Verrieth würdigte die Verdienste des langjährigen Vorsitzenden."


„Schwergeburt"


Jetzt musste ein „neuer" Vorsitzender gewählt werden.

Erwähnenswert ist, dass neun Mitglieder für „den Posten" des ersten Vorsitzenden vorgeschlagen wurden und keiner der Vorgeschlagenen bereit war, sich in dieses Amt wählen zu lassen. Die Wahl drohte zu scheitern. Auf dringende Bitten des Wahlleiters und vieler Versammlungsteilnehmer stellte sich einer der neun, Johannes Paessens, der Wahl. Johannes Paessens wurde dann mit der Mehrheit der Stimmen gewählt; er nahm die Wahl an und versprach, das ihm übertragene Amt nach besten Kräften auszuüben. - Auf seinen Antrag hin wurde sein Vorgänger Gerhard Koenen von den Versammelten einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.


Der „neue" Vorstand


  • Vorsitzender: Johannes Paessens
  • Präses als geistlicher Beirat: Pastor Heinrich Buddenkotte
  • Stellv. Vorsitzender: Josef Kaenders
  • Kassiererin: Brunhilde Kersten
  • Schriftführer: Jan Opgenoorth
  • Sozialwart: Heinz Strötges
  • Jugendobmann: Ludwig Gastens


Nun hatte die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden für die ersten beiden Jahre nach der „Ära Koenen" ihren Vorstand, der sich in seiner Zusammensetzung im Laufe der Jahre noch mehrmals ändern sollte. Allein die Besetzung des Amtes des ersten Vorsitzenden blieb bis zum 26.01.2001 dieselbe: Johannes Paessens. Er war damit 26 Jahre, 2 Monate und 10 Tage erster Vorsitzender!


.......


Einweihung des neuen Sportplatzes 1975


In Anwesenheit der Vertreter des Rates und der Verwaltung der Stadt Kevelaer, der Ortsvorsteher Gerhard Koenen und Johann Winkels von Twisteden und Kleinkevelaer, der Geistlichkeit von Twisteden, des Vorsitzenden des DJK-Kreisverbandes Niederrhein, des Vorsitzenden des Fußballkreises 8-Kleve-Geldern, der Vertreter benachbarter Vereine aus Wetten, Lüllingen, Walbeck und zahlreicher Twistedener und Kleinkevelaerer wurde der neue Platz am Sonntag, dem 13. Juli 1975, in einem würdigen Einweihungsakt-eingerahmt von Sport, Spiel und Tanz und einer geselligen Abendveranstaltung- offiziell und endgültig seiner Bestimmung übergeben.


Mit Freude und Stolz vernahmen die anwesenden Twistedener Sportler, Sportlerinnen und Sportfreunde aus dem Mund ihrer Gäste, dass der neue Sportplatz in Twisteden mit Abstand die schönste und beste Sportanlage im näheren und weiteren Umkreis darstellte, um die uns besonders die Nachbarvereine beneideten. Für diese Beurteilung war eindeutig ausschlaggebend, dass der neue Sportplatz ein Rasenplatz war, um den man gekämpft hatte und dessentwegen die Stadt Kevelaer beachtliche Mehrkosten hatte in Kauf nehmen müssen, da seitens des Landes Nordrhein-Westfalen damals kein Zuschuss für die Erstellung von Rasenplätzen gewährt wurde.

250.000,-- DM hatte die neue Anlage gekostet.


Zwei Hauptgründe zwangen zur Schaffung der neuen Sportanlage: Der alte Platz an der Quirinusstraße hatte nicht die in aller Regel anzutreffenden Ausmaße und gab deshalb bisweilen zu Klagen besonders mancher Gastmannschaften Anlass, und er reichte als einziger Platz für die aufgrund des Wachstums der Mitgliederzahlen des Vereins vermehrten Spielansetzungen nicht mehr aus.

Mittlerweile arbeiteten im Verein vier lizenzierte Übungsleiter, so dass das sportliche Angebot erweitert werden konnte - beides Gründe für den enormen Mitgliederzuwachs der letzten fünf Jahre.



In Memoriam


Im Jahre 1976 verstarb Gerhard Koenen, Mitbegründer der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden, seitdem 25 Jahre lang ununterbrochen Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender, im Alter von gut 63 Jahren. In unserer und aller künftigen Mitglieder Erinnerung möge sein Hauptanliegen als eine Art Vermächtnis bleiben:


„Kameradschaft hat uns immer weit gebracht. Sie muss unbedingt erhalten bleiben. Das gelingt aber nur, wenn wir uns ehrlich um sie bemühen! ...Unser Verein bedarf einer großen Anzahl von Mitgliedern, die sich freiwillig und spontan als Helfer und Übungsleiter melden und betätigen in dem Bewusstsein, dass nur so der Sportverein und damit die Sportbewegung insgesamt die große und notwendige Aufgabe erfüllen kann, nämlich: den Dienst an der Gesellschaft zum Nutzen und Wohle der Gesellschaft" (Jahreshauptversammlung 1973). - Ein gehöriges Maß an Disziplin, Kameradschaft und an Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen in unserem für  Twistedener Verhältnisse so großen Verein ein gutes Klima, das dann auch Auswirkungen auf die ganze Gemeinde hat" (Generalversammlung 1974)


Das Pokalturnier um den „Gerhard-Koenen-Gedächtnispokal", das die A-Jugend-Mannschaft der DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden mit meist sieben befreundeten auswärtigen A-Jugend-Mannschaften seit Ende der 70er Jahre jedes Jahr während der Jugendsportwoche austrägt, ist eine würdige Ehrbezeugung gegenüber dem Sportkameraden, dem die DJK „Schwarz-Weiß" Twisteden so viel verdankt!


Fortsetzung folgt...